Projekt

VERVE - Verteilungswirkungen umweltpolitischer Maßnahmen im Verkehrssektor und Erarbeiten eines Gesamtkonzepts für eine sozial ausgewogene Verkehrswende

Im Rahmen des Vorhabens wird ein umfassender Lösungsansatz für eine sozial-ökologische Transformation des Verkehrssektors entwickelt.

Projektförderung | Auftraggeber

Umweltbundesamt

Projektlaufzeit

01.01.2021 - 31.05.2023

Verkehr ist ein Schlüssel für wirtschaftliche Prosperität und soziale Teilhabe, aber – in seiner gegenwärtigen Form – mit einer Vielzahl von problematischen Umweltwirkungen verbunden. Die negativen ökologischen und sozialen Wirkungen der gegenwärtig praktizierten Mobilität sind beträchtlich: In Innenstädten und entlang von Hauptverkehrsachsen treten Lärm und Schadstoffe (insbesondere Feinstaub und Stickoxide und troposphärisches Ozon) auf. 

Die Umwelt- und Gesundheitswirkungen als auch die ökonomischen Kosten und der Nutzen von Verkehr sind ungleich verteilt. Personen mit niedrigen Einkommen oder Bezieher*innen von Sozialhilfe sind häufiger und stärker von Lärm und Schadstoffen sowie Mobilitätsarmut betroffen, während Personen mit hohen Einkommen stärker von der Ausgestaltung der Dienstwagenbesteuerung, dem Verzicht auf Besteuerung von Flugbenzin, von der Entfernungspauschale und anderen Rahmenbedingungen profitieren.

Das Ziel des Projektes ist die Ausarbeitung eines Lösungsansatzes für eine sozial-ökologische Transformation des Verkehrssektors, der neben dem Erreichen der umwelt- und klimapolitischen Ziele auch soziale Aspekte in Form von Verteilungswirkungen berücksichtigt.

Die Forschungsfragen lauten: 

Welche Bevölkerungsgruppen sind durch die Auswirkungen des aktuellen Verkehrssystems in Deutschland besonders betroffen? 

Wie unterscheiden sich Bevölkerungsgruppen hinsichtlich ihrer Mobilität? 

Welche Verteilungseffekte haben umweltpolitische Instrumente im Verkehrssektor? 

Welche Maßnahmen könnten eine sozial ausgewogene Verkehrswende ermöglichen?

Es wird ein umfassendes Analysekonzept entwickelt, um die Wirkungen bestehender und neuer umweltpolitischer Instrumente auf die privaten Haushalte zu bestimmen. Dabei wird die Verteilung von monetären Effekten, von Auswirkungen auf die individuelle Teilhabe an Mobilität sowie von verschiedenen Begleiteffekten untersucht. Ebenso werden verschiedene Varianten zur Rückverteilung von Mehreinnahmen analysiert. Die Erkenntnisse sollen in die Formulierung eines Politikpakets münden, welches in seiner Gesamtwirkung bewertbar und kommunizierbar ist, und somit einen Beitrag zur »Verkehrswende für Alle« leistet. 

Noch keine Ergebnisse veröffentlicht

Ihre Ansprechpartner

Dieses Bild zeigt  Ulrich Fahl
Dr. rer. pol.

Ulrich Fahl

Abteilungsleiter

Dieses Bild zeigt  Dorothea Schmid
M.Sc.

Dorothea Schmid

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

M.Sc.

Alexander Altstadt

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Zum Seitenanfang