Projekt

Exergie und Wirtschaft

Die Bundesregierung will mit ihrem „Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz“ (NAPE) wesentliche Impulse für das Gelingen der Energiewende setzen.

Projektförderung | Auftraggeber

Umweltbundesamt (UBA)

Projektlaufzeit

01.01.2017 - 31.10.2019

Ziel des Vorhabens ist es, die Dekarbonisierung von Hauptprozessen der deutschen Wirtschaft aus ganzheitlich systemischer Sicht zu betrachten und einen Überblick für Maßnahmen im Sinne einer effizienten Umstrukturierung zu gewinnen. Dabei sollen die mit der Dekarbonisierung einhergehenden Effekte auf die energetische, exergetische und volkswirtschaftliche Effizienz der Hauptprozesse der deutschen Industrie dargestellt und die resultierenden maximalen Klimaschutzeeffekte quantifiziert werden.

Darüber hinaus werden Vorschläge für neue Standortkombinationen von energetischen und industriellen Hauptprozessen erarbeitet, die eine besonders hohe Exergienutzung in der Zukunft ermöglichen werden. Eine Betrachtung der Klimaschutzeffekte soll die Analyse abrunden.

Im Rahmen der Zielarchitektur zur Energiewende übernimmt die Energieeffizienz eine entscheidende Rolle. Um die politischen Ziele zu erfüllen kommt der Industrie mit einem Anteil von 28 % (2.551 PJ) am bundesweiten Endenergiebedarf von 9.162 PJ in 2013 eine hohe Bedeutung zu.

Bisherige Untersuchungen zu Energieeffizienzpotenzialen in der Industrie fokussieren auf die rein energetische Betrachtungsweise, da diese die relevanten Informationen für Investitionsentscheidungen im Bereich der Energieeffizienz liefern. Sie fokussieren dabei meist auf Einsparpotentiale die mit heutiger Technologie zu erschließen sind, ohne die auf den Grundlagen der Thermodynamik beruhenden theoretischen Grenzen zu betrachten. Es fehlt derzeit an Untersuchungen zur exergetischen Bewertung der industriellen Hauptprozesse, da eine rein energetische Bewertung in Kontext der Dekarbo-nisierung und der steigenden Energieeffizienz der deutschen Industrie nicht mehr ausreichend ist.

Ihr Ansprechpartner

Matthias Leisin
M.Sc.

Matthias Leisin

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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