Projekt

ENavi - Energiewende-Navigationssystem zur Erfassung, Analyse und Simulation der systemischen Vernetzungen

Integrierte Betrachtung der Energiewende als gesamtgesellschaftlicher Transformationsprozess

Projektförderung | Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Projektlaufzeit

01.10.2016 - 31.12.2019

Bisher wurde versucht, die Systemtransformation auf Basis techno-ökonomischer Analysen zu gestalten, anschließend ökologische Aspekte einzubeziehen, um dann mit Hilfe der Sozialwissenschaften die Akzeptanz für die als optimal erkannte Lösung zu schaffen. Diese Herangehensweise stößt immer häufiger an Grenzen. Das Projekt ENavi stellt sich dieser Herausforderung. Denn benötigt wird eine von Beginn an systemisch angelegte, mehrdimensionale Herangehensweise, um die energiepolitisch gesetzten Ziele der Versorgungssicherheit, der Klima- und Umweltverträglichkeit und der Wirtschaftlichkeit unter den Randbedingungen einer sozialverträglichen Gestaltung des Transformationsprozesses und der Integrationsfähigkeit von der lokalen über die europäische bis zur globalen Ebene gleichzeitig anzustreben.

Insgesamt sind 84 Partner aus Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Industrieunternehmen und Zivilgesellschaft am Projekt beteiligt. Damit ist es das größte sozialwissenschaftliche Kooperationsprojekt, das es in Deutschland je gab. Die Koordination liegt bei Prof. Ortwin Renn, wissenschaftlicher Direktor am Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam und gleichzeitig Direktor des ZIRIUS der Universität Stuttgart und in dieser Funktion Mitglied im Vorstand des Forschungsverbunds STRise. Der Forschungsverbund STRise nimmt eine zentrale Rolle im Projekt ein und ist mit drei weiteren Wissenschaftlern – u.a. Prof. Kai Hufendiek, Sprecher des STRise-Vorstands vom IER – im Steuerungskreis vertreten.

Erweiterung des Fokus der Energiewende auf gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozess

  • besseres und tieferes Verständnis des komplex vernetzten „Systems von Systemen“ im Energiebereich gewinnen
  • evidenz- und theoriebasiert Handlungsoptionen aufzeigen
  • Folgen von Intervention möglichst präzise abschätzen
  • im transdisziplinären Diskurs Optionen für kollektiv wirksame Interventionen gewinnen

Ihr Ansprechpartner

Ulrich Fahl
Dr. rer. pol.

Ulrich Fahl

Abteilungsleiter

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