Projekt

Optimale Struktur von dezentralen und zentralen Technologien im Systemverbund

Intelligente dezentrale Energiesysteme

Projektträger | Auftraggeber

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Projektlaufzeit

01.04.2016 - 31.10.2019

Die zu erwartende Dezentralisierung der Energieversorgung macht eine verlässliche Energiebereitstellung immer komplexer und damit die Energiesystemanalyse, die die Auswirkungen der zu erwartenden Entwicklungen auf das Energiesystem abschätzt, unerlässlich. Die Energiesystemanalyse soll helfen, Entscheidungen in Energiepolitik und Energieforschung im Hinblick auf Technologien und Infrastrukturen für Energiebereitstellung und Energieumwandlung wissensbasiert und systematisch zu unterstützen. Dezentrale Optionen werden bislang in systemanalytischen Untersuchungen nur vereinfacht abgebildet. Daher bleibt die Frage offen, wie eine optimale Mischung aus dezentralen und zentralen Technologien aussehen kann. Zentrale Technologien haben klassische Vorteile bezüglich der Effizienz aus Skaleneffekten, dezentrale Technologien erlauben die Erschließung kleinerer Potenziale an Erneuerbaren Energien und KWK und haben häufig eine höhere Akzeptanz.

Ziel des Vorhabens „Optimale Struktur von dezentralen und zentralen Technologien im Systemverbund – Intelligente dezentrale Energiesysteme (Dezentral)“, ist es, systemanalytisch zu untersuchen, welche Anteile dezentraler Energiesysteme im Gesamtsystem anzustreben sind, wenn die für Deutschland gesetzten politischen Ziele für den Klimaschutz und den Ausbau der erneuerbaren Energien effizient erreicht werden sollen und wie das Gesamtsystem aus zentralen und dezentralen Technologien aufgebaut sein sollte. Dafür werden methodische Ansätze für eine integrierte Betrachtung einer dezentralen und zentralen Welt entwickelt, indem die Vielfalt der Akteure und ihr Entscheidungsverhalten berücksichtigt wird, dezentrale Technologien verstärkt in die Modellierung als Variable integriert werden und eine hohe räumliche Auflösung die Abbildung von Netzaspekten auf Verteil- und Übertragungsnetzebene ermöglicht.

Im Rahmen des Forschungsprojektes werden drei Akteursmodule für Haushalte, Großverbraucher und Energieversorger entwickelt. In den einzelnen Modulen soll das Verhalten sowie die Handlungsoptionen der einzelnen Akteure erfasst werden. Für Haushalte bedeutet dies beispielsweise die Typisierung von homogenen Gruppen, in denen Präferenzen sowie die gesellschaftliche Akzeptanz für Technologien erfasst werden. Die Akteursmodule werden über geeignete Kopplungsmechanismen zum TIMES Akteurs Modell (TAM) verknüpft. Über Szenarioanalysen werden die Dezentralisierungspotenziale und notwendige Rahmenbedingungen im deutschen Energiesystem untersucht.

Ihr Ansprechpartner

Ulrich Fahl
Dr. rer. pol.

Ulrich Fahl

Abteilungsleiter

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