Projekt

Bioökonomie und Nachhaltigkeitsforschung in Kolumbien

Durchführung eines Workshops

Projektträger

BMBF

Projektlaufzeit

01.05.2019 - 31.12.2019

Das Ziel des wissenschaftlichen Workshops ist es, exzellente Forschungsgruppen aus Deutschland und Kolumbien zusammenzubringen, um gemeinsame Ansätze für eine Kooperation von zwei Clustern der Bioökonomie zu diskutieren und aufzubauen: dem Forschungs-, Innovations- und Ausbildungscluster Bioökonomie Baden-Württemberg (BW) und dem Wirtschaftscluster Valle del Cauca (VC). Zusammen mit strategischen Stakeholdern aus der Landwirtschaft und der Industrie, sowie Technologietransferunternehmen soll eine Basis für gemeinsame Forschungsprojekte geschaffen werden, die zu den Zielen der nachhaltigen Entwicklung beider Regionen beitragen sollen.

Der Workshop zielt explizit auf die Einbeziehung junger Nachwuchswissenschaftler*innen beider Länder ab, um von ihren neuen Ideen und ihrem Engagement profitieren zu können. Die Nachwuchswissenschaftler sollen auch von der Möglichkeit Gebrauch machen, direkt mit Interessensgruppen und Stakeholdern aus Politik und Industrie wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Zusammenfassend sollen folgende spezifische Ziele erreicht werden:

Forschung

  • Eine Kooperation zwischen Bioökonomie-Clustern in Deutschland und Kolumbien aufbauen, um gemeinsame Lösungen für unterschiedliche Probleme identifizieren. Es wird sowohl die Bildung neuer Partnerschaften angestrebt als auch die Intensivierung bestehender Kontakte, welche während der letzten Jahre auch in der Bioökonomie-Forschung geknüpft wurden.
  • Internationale Mobilität von Nachwuchswissenschaftler*innen fördern. Am ersten Tag des Workshops ‚BioGeCo for SDGs – young voices‘  werden deutsche und kolumbianische Nachwuchswissenschaftler*innen in interdisziplinären Gruppen zusammenarbeiten, um Projektideen in den drei Sektoren Landwirtschaft, Chemie und Bioenergie zu identifizieren und potenzielle Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Entwicklung wirtschaftlicher Zusammenarbeit

  • Wertschöpfungsketten identifizieren, die die Bioökonomie beider Regionen verstärken und die Konkurrenz zwischen den Sektoren Lebensmittel (food), Futtermittel (feed), stoffliche (fibre) und energetische Nutzung (fuel) vermindern.
  • Aufgrund des hohen und vielfältigen Biomassepotenzial, des guten Ausbildungsstandards der jüngeren Generation und der stabileren politischen Lage könnte Kolumbien zu einem wichtigen Wirtschaftspartner werden. Deutschland könnte z.B. Technologien zur Herstellung hochwertiger Produkte durch Biomassekonversion exportieren.
  • Die Landwirtschaft in Kolumbien kann durch die Kooperation z.B. effizienter werden. Dadurch könnte Deutschland profitieren und den eigenen Land-Fußabdruck reduzieren, denn bereits heute konsumiert Deutschland mehr Agrarprodukte, als die heimischen Agrarflächen produzieren können (O’Brien et al. 2015; UBA 2017).

Nachhaltige Entwicklung lokaler Wirtschaft

  • Weiterhin würde die Etablierung neuer Bioökonomie-Strukturen mit einer höheren Wertschöpfung auf dem Land die Entwicklung wirtschaftsschwacher Regionen Kolumbiens fördern. Vor dem Hintergrund des unterzeichneten Friedensabkommens[1]  können neue Arbeitsplätze und bessere Perspektiven für die ländliche Bevölkerung entstehen. [1] Am 26.10.2016 wurde zwischen der kolumbianischen Regierung und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc) ein Friedensvertrag unterzeichnet.

Ihre Ansprechpartnerin

Natalia Matiz Rubio
M.Eng.

Natalia Matiz Rubio

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

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