Projekt

Energiewende in der Industrie: Potenziale, Kosten und Wechselwirkungen mit dem Energiesektor

Im Rahmen des Vorhabens werden Wechselwirkungen zwischen der industriellen Entwicklung und den möglichen Ansätzen zur Treibhausgasreduktion untersucht, um energie- und industriepolitische Rahmenbedingungen zukunftsorientiert gestalten zu können.

Projektförderung | Auftraggeber

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Projektlaufzeit

01.12.2017 - 01.04.2021

Ziel des Vorhabens ist es, wichtige Erkenntnislücken zu den Wechselwirkungen zwischen der industriellen Entwicklung und der Entwicklung der Energieversorgung unter Berücksichtigung energie-, klima- und industriepolitischer Ziele zu füllen. Damit sollen wissenschaftlich fundierte Kenntnisse für die Weiterentwicklung der Energiepolitik zur Ausgestaltung der Energiewende durch das BMWi geschaffen werden. Hierbei sollen die Auswirkungen der Energiewende auf die Industrie, insbesondere die energieintensive Industrie, Ausgestaltung der Eigenversorgung der Industrie, das Heben der Effizienzpotenziale, Wechselwirkungen zwischen industrieller Entwicklung und Energieversorgung, industriepolitische Ziele sowie Herausforderungen und Chancen der Industrie untersucht werden.   

Weitere Informationen zu dem Projekt sowie Ergebnisse der einzelnen Arbeitsmodule können auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) eingesehen werden

Zur Umsetzung der Energiewende hat die Bundesregierung in ihrem Energiekonzept zentrale politische Ziele definiert, die den Rahmen für den Umbau der Energieversorgung bilden. Diese umfassen neben den Zielen für den Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz insbesondere das langfristige Treibhausgasminderungsziel von 80-95 % bis 2050 gegenüber. Zur Umsetzung der Energiewende existieren bereits verschiedene Szenarien, die die notwendigen Entwicklungspfade zur Erreichung dieser Ziele abbilden. Der Fokus liegt hierbei – wie auch in vielen weiteren Detailstudien - aber meist auf der Stromerzeugung. Dagegen wird kaum untersucht,

  • welche Auswirkungen die Energiewende auf die Industrie – insb. die energieintensive Industrie - hat,
  • wie eine weitestgehend auf erneuerbaren Energien beruhende Energieversorgung der Industrie konkret aussehen und umgesetzt werden könnte,
  • welche Effizienzpotentiale mit welchen Instrumentarien in der Industrie gehoben werden können
  • welche Wechselwirkungen zwischen industrieller Entwicklung und Energieversorgung bestehen,
  • was bei der Ausgestaltung der Energiewende im Hinblick auf industriepolitische Ziele zu beachten ist
  • und welche Herausforderungen und Chancen sich hierbei für die Industrie ergeben.

Hierbei werden vor allem die folgenden Aspekte betrachtet:

  • Auswirkungen einer weitgehend auf fluktuierenden erneuerbaren Energien beruhenden Stromversorgung (und damit zunehmend fluktuierender Strompreise) auf industrielle Prozesse, ggf. damit verbundenen Nachrüstbedarf und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie,
  • Perspektiven der industriellen Eigenversorgung im Hinblick auf das Ziel einer weitgehend auf Erneuerbaren beruhenden Energieversorgung,
  • Entwicklung des industriellen Energiebedarfs (Strom und Wärme), insbesondere Auswirkungen einer weitgehenden Dekarbonisierung auf den Energie- bzw. Strombedarf (z.B. durch alternative Produktionsprozesse),
  • Steigerung der Energieeffizienz, sowohl im eigenen Verbrauch als auch durch die Entwicklung innovativer Produkte zum Einsatz in anderen Branchen
  • Erhalt wettbewerbsfähiger energie- und industriepolitischer Rahmenbedingungen bei zunehmender Bedeutung von staatlich induzierten Energiepreisbestandteilen und Umlagen.

Als Ergebnis erarbeitet das Konsortium branchenspezifische Technologie-Transformationspfade zur Stärkung des Klimaschutzes in der Industrie und der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft im Jahr 2050.

Ihre Ansprechpartner

Matthias Leisin
M.Sc.

Matthias Leisin

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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