- Projektförderung | Auftraggeber
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Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
- Projektlaufzeit
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01.01.2026 - 31.12.2028
Hintergrund
Deutschland braucht zur Erfüllung seiner Klimaziele eine umfassende Transformation des Energiesystems. Im Wärmemarkt wird diese Umstellung durch das Wärmeplanungsgesetz flankiert.
Im Rahmen der Wärmeplanung wird und wurde zwischen Wärmenetz-, Wasserstoffnetz- und dezentralen Wärmeversorgungsgebieten unterschieden. Durch die Entscheidungen im kommunalen Wärmeplan können Lock-In-Effekte eintreten und die langfristigen Auswirkungen auf die anzupassende Infrastruktur und somit für die Nutzer haben werden. Die Vorgabe, die Wärmeplanung alle fünf Jahre zu validieren, kann dazu beitragen, dass Entscheidungen vertagt werden. Inwieweit die Umstellung bzw. der Ausbau der Gas-/Wasserstoffverteilnetze mit dem Ausbau des Wasserstoff-Transportnetzes harmoniert und inwiefern der Ausbau der Elektrizitätsverteilnetze mit dem Ausbau der Übertragungsnetze im Einklang steht, wird bisher nur teilweise in der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) berücksichtigt.
Zielsetzung
Ziel des Vorhabens ist es, die Festlegungen der kommunalen Wärmeplanung (KWP) zu monitoren und zu bewerten, inwieweit sie mit der Entwicklung des deutschen Energiesystems sowie mit der Dimensionierung der Transportnetze im Einklang stehen. Konkurrenz und Kohärenz von Infrastrukturen auf Verteilnetzebene werden systemanalytisch auf Basis der Planungen der assoziierten Projektpartner untersucht. Im Austausch mit Kommunen wird der zeitliche Entscheidungsspielraum bei der Wahl des Technologiemixes analysiert. Anhand von Fallbeispielen werden beplante Gebiete typisiert sowie deren Infrastrukturbedarfe und Kosten bewertet. Darauf aufbauend wird ein Bottom-up-Ansatz entwickelt, der die Annahmen der Wärmeplanung auf Deutschland hochrechnet und die Auswirkungen auf Gemeindeebene sowie auf Verteil- und Transportnetze simuliert. Die Analyse der Rolle von Infrastrukturen im Gesamtsystem erfordert hoch aufgelöste Infrastrukturmodelle, die physikalische und kostenseitige Abhängigkeiten des Netz-Aus- und -Umbaus abbilden. Die räumlich disaggregierten Ergebnisse werden so verdichtet, dass sie in Energiesystemmodelle integrierbar sind. Ziel ist Entscheidungsoptionen der Wärmeplanung und Wechselwirkungen mit den Netzebenen zu analysieren.
Beteiligte Forschungsbereiche
Ihre Ansprechpartner
Markus Blesl
apl. Prof. Dr.Abteilungsleiter
Peiwen Zhang
M.Sc.Wissenschaftlicher Mitarbeiter