Future Transmission Lab

Projekt

Das Projekt untersucht, wie gesellschaftliche und technologische Veränderungen die zukünftige Stromnachfrage und Flexibilität auf regionaler Ebene beeinflussen. Ziel ist die Entwicklung hochauflösender Last- und Flexibilitätsprofile, um Auswirkungen auf Strommarkt und Netzinfrastruktur besser zu verstehen.

Projektförderung | Auftraggeber

Amprion GmbH

Projektlaufzeit

01.11.2024 - 31.12.2027

Hintergrund

Der Umbau des Energiesystems hin zu einer klimaneutralen Energieversorgung bringt im Stromsystem alleine durch die Umstellung der Erzeugung auf erneuerbare Energien und mehr elektrische Anwendungen (Elektromobilität und elektrische Wärmepumpen) tiefgreifende Veränderungen mit sich. Zu diesen technologisch bedingten Entwicklungen, die sich im Hinblick auf die Elektrifizierung im Verkehr und Wärmebereich in der Stromnachfrage abbilden, ist davon auszugehen, dass auch Veränderungen in den Lebensweisen der Nachfrager einen Einfluss auf die Entwicklung der Stromnachfrage aufweisen.

Zusätzlich zu diesen Veränderungen der Nachfrage, gewinnen auch die Möglichkeiten zur flexiblen Steuerung der Stromnachfrage für den stabilen Betrieb des Stromsystem deutlich an Bedeutung,  um den wachsenden Anteil an fluktuierenden erneuerbaren Energien im Stromnetz effizient integrieren zu können. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass sowohl auf der Erzeugungsseite, aber auch auf der Nachfrageseite räumlich deutlich unterschiedliche Entwicklungen entstehen. Dies wirkt sich neben der reinen Leistungsbilanz von Einspeisung und Entnahme auf den Netzbetrieb und die Entwicklung der Netzinfrastrukturen aus. Daher ist die Analyse zukünftiger Last- und Flexibilitätsprofile auf regionaler Ebene und das Verständnis ihrer Auswirkungen auf den Elektrizitätsmarkt und das Netz relevant, um neue Investitionen insbesondere in den Netzen für die weitere Entwicklung der Transformation effizient planen zu können.

Dies ist das Ziel des Projekts als Teil des Future Transmission Labs, einer Initiative der Amprion GmbH. Ziel dieser Initiative ist es, Forschung und Praxis zu verbinden sowie den Wissensaustausch zu fördern, um Innovationen für die Energiewende in Deutschland und Europa zu generieren und damit den Gesamtprozess besser gestalten zu können.

Zielsetzung

Im Rahmen der Kooperation sollen, ausgehend von sozialwissenschaftlich und qualitativ untersuchten gesellschaftlichen sowie technologischen Veränderungen, die auf NUTS3-Ebene räumlich differenziert werden, Szenarien der zukünftigen Stromnachfrage und Flexibilität erstellt werden. Dabei werden insbesondere strukturelle Veränderungen in der Stromnachfrage berücksichtigt. Die hohe räumliche und zeitliche Auflösung soll zudem dabei helfen, regionale und typologische Besonderheiten herauszuarbeiten, von denen Einflüsse auf die notwendige Entwicklung des Stromnetzes erwartet werden.

Ziel dieser Forschung ist die Entwicklung hochauflösender Last- und Flexibilitätsprofile auf NUTS3-Ebene, die anschließend zur Analyse des zukünftigen Strommarkts mit dem hauseigenen Strommarktmodell (E2M2) verwendet werden. Des Weiteren wird auf Basis der Ergebnisse des Strommarktmodells eine Berechnung der Netzengpässe und des Redispatch-Bedarfs mithilfe eines Netzmodells von Amprion durchgeführt. Dies soll Aufschluss darüber geben, wie sich die Veränderungen in der Lebensweise, die die Last- und Flexibilitätsprofile beeinflussen, auf die Entwicklung des Stromnetzes auswirken.

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Ihre Ansprechpartner

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Kai Hufendiek

Prof. Dr.-Ing.

Dekan der Fakultät, Institutsleiter
Professor für Energiewirtschaft und Energiesysteme

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Ron George

M.Eng.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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