Projekt

Bytes2Heat – Abwärmenutzung im Rechenzentrum – Hemmnisse überwinden, Energiewende vorantreiben

Im Projektvorhaben werden Hemmnisse für Abwärmenutzung in Rechenzentren individuell analysieren, in einem kollaborativen, kreativen Co-Development-Prozess Lösungsangebote entwickeln, Piloten durchführen und Best-Practice-Wege aufzeigen.

Projektförderung | Auftraggeber

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Projektlaufzeit

01.04.2021 – 31.03.2024

Rechenzentren haben einen sehr hohen Energiebedarf: 2016 benötigten sie mit 12,4 Mrd. kWh mehr als zwei Prozent des deutschen Endenergiebedarfs. Durch die Digitalisierung, den 5G Ausbau und Entwicklungen wie autonomes Fahren und das starke Wachstum im Bereich IoT-Anwendungen erfolgt ein signifikanter Aus- und Neubau von Rechenzentren. Schätzungen gehen davon aus, dass sich der Stromverbrauch der Rechenzentren bis 2025 um 30 % erhöhen wird.

Derzeit wird der überwiegende Anteil der verbrauchten Energie über Rückkühler ungenutzt an die Atmosphäre abgegeben. Besonders Rechenzentren aus dem mittleren und hohen Leistungssegment (Anschlussleistung >500 kW) erzeugen große Mengen an Abwärme. Projektpartner für dieses Projekt sind neben der Universität Stuttgart (IER und IVR) die Innovative WärmeNetze GmbH (IWN) und die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF).

Zur Nutzung der Abwärme sind unterschiedliche Konstellationen denkbar, z. B. Versorgung eines Wärmeabnehmers durch eigene Wärmeleitungen, Einspeisung der Abwärme in ein bestehendes (Nah-)Wärmenetz, Bau eines neuen Wärmenetzes und Erschließung bestehender oder neuer Wärmeabnehmer. Um diese Konstellationen umzusetzen, müssen jedoch eine Reihe von Hemmnissen aus dem Weg geräumt werden.

Ziel des Projektes ist, die wirtschaftliche außerbetriebliche Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren zu erreichen. Hierfür werden die Hemmnisse für Abwärmenutzung in Rechenzentren individuell analysieren, in einem kollaborativen, kreativen Co-Development-Prozess Lösungsangebote entwickeln. Die entwickelten Lösungsansätze werden anschließend in Pilotumsetzungen angewandt und die Vorgehensweise iterativ optimiert. Um die Lösungen zu verstetigen wird der gesamte Prozess dokumentiert und auf einer Plattform für andere Anwender zur Verfügung gestellt.

Ihre Ansprechpartner

Dieses Bild zeigt  Dirk Turek
M.Sc.

Dirk Turek

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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