Heizkostenvergleich für Wohn- und Nichtwohngebäude

Der Heizkostenvergleich steht für Wohn- und Nichtwohngebäude im Altbau, sanierten Altbau sowie
Neubau mit Bezug zur EnEV 2016 zur Verfügung.

  • Wohngebäude: Ein- und Mehrfamilienhäuser (bis zu 30 Wohneinheiten).
  • Nichtwohngebäude: Bürogebäude, Fabrikhallen, Arztpraxen, Krankenhäuser, Hotels, Schulen,
    Kantinen/Restaurants, öffentliche Gebäude, Sporthallen, Einzelhandel.

Vorgehensweise. Nach VDI 2067 werden die jährlichen kapital-, betriebs- und verbrauchsgebundenen Kosten für die einzelnen Heiztechnologien ermittelt. Die jährlichen Gesamtkosten (€/a) der Heiztechnologien ergeben sich jeweils aus der Summe der drei Kostenkomponenten. Sonstige Kosten (z.B. Versicherungen) bleiben unberücksichtigt. Im Falle von KWK-Lösungen zur Wärmeversorgung erfolgt eine Gutschrift für die Stromerzeugung. Beispielhaft werden in den Kostenrechnungen auch Preissteigerungen bei Pellets und Erdgas über einen Zeitraum von 20 Jahren betrachtet.

Zur Ermittlung der CO2-Äquivalentemissionen, die mit den Heiztechnologien verbunden sind, wurde auf die GEMIS-Datenbank (Gemis-Version 4.94) zurückgegriffen.

Berücksichtigte Wärmeversorgungsoptionen sind:

  • Pelletöfen, Pelletkessel, Scheitholzkessel, Hackschnitzelkessel
  • Gas- und Öl-Brennwertkessel
  • Wärmepumpensysteme (Luft / Sonde)
  • Mini- und Mikro-KWK- Anlagen
  • Fernwärme
  • Solarthermische Anlagen in Kombination mit Holzkessel sowie Gas- und Öl-Brennwertkessel

Weiterführende Informationen zu Vorgehensweise und Datengrundlagen finden sich in der Dokumentation. Die Konzeption und Datensammlung erfolgte im Rahmen des Teilvorhabens „Wärmekostenrechner“ im Verbundvorhaben „Maßnahmenpaket BioenergieWärme 2015-2018“ der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Fördergeber: BMEL/FNR.

Ausgewählte Beispiele zum Vergleich der Gesamtkosten verschiedener Wärmeversorgungsoptionen. Bitte klicken Sie auf die Beispiele, um die jeweiligen Ergebnisübersichten zu erhalten.

  Einfamilienhaus Mehrfamilienhaus Hotel Sporthalle
  Neubau Standard Altbau saniert „light“ Neubau Standard Altbau saniert „light“ Neubau Neubau
Nutzfläche 200 m2 600 m2 2.000 m2 1.000 m2
Heiz- und
Brauchwasser-wärmebedarf
50 kWh/(m2*a) 129 kWh/(m2*a) 51 kWh/(m2*a) 130 kWh/(m2*a) 212 kWh/(m2*a) 248 kWh/(m2*a)
Gesamtbedarf 10 MWh/a 25,8 MWh/a 30,6 MWh/a 78 MWh/a 424 MWh/a 248 MWh/a

 

Ansprechpartner:

Dr. Marlies Härdtlein / Dr. Ludger Eltrop
Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER), Universität Stuttgart
E-Mail: mh@ier.uni-stuttgart.de / le@ier.uni-stuttgart.de